Zukunft von Sachbezugskarten

Kernpunkte
Stand: 18.12.2020

Positive Signale in Sachen Sachbezüge auf Geldkarten

Wie der Drucksache 19/25160 des Bundestags vom 10.12.2020 auf Seite 159 zu entnehmen ist, soll die Verwendung unserer Sachbezugskarten bis Ende 2021 „nicht beanstandet“ werden.
Die Finanzverwaltung möchte bis 1.1.2022 definieren, welche Voraussetzungen Sachbezugskarten erfüllen müssen, um auch zukünftig steuer- und abgabenfreie Sachbezüge und pauschalversteuerte Zahlungen zu ermöglichen.
Wir sind darauf vorbereitet, mögliche Einschränkungen der Kartenverfügungen vorzunehmen. Dabei ist uns wichtig, die Interessen der Betriebe und der Karteninhaber optimal zu berücksichtigen.
Der Wortlaut aus der Drucksache:
Ab dem 1. Januar 2022 werde die steuerfreie Sachbezugsgrenze für alle Beschäftigten von 44 Euro auf 50 Euro erhöht. Zur praktischen Umsetzung des Gesetzes appelliere man an die Bundesregierung und die Bundesländer, bis zur Inkraftsetzung des BMF-Schreibens am 1. Januar 2022 eine Nichtbeanstandungsregelung für bis zum 31. Dezember 2020 in Verkehr gebrachte Open-Loop Karten zu erlassen. Dies sei derzeit durch fehlende Anwendungsregeln und unterschiedliche Auslegungen durch die Finanzämter nicht sichergestellt und verunsichere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, Unternehmen und Emittenten der Sachbezugskarten. Um den Kartenanbietern Zeit zur Umstellung zu geben und die seit Anfang Januar 2020 bestehende Rechtsunsicherheit zu beenden, hätten die Koalitionsfraktionen beschlossen, sogenannte „Open-Loop-Karten“ in der Übergangszeit bis zum 31. Dezember 2021 im Verwaltungswege weiter als Sachbezugskarten zuzulassen. Ein entsprechender Vorschlag des BMF für eine sogenannte Nichtbeanstandungsregelung sei Teil der Vereinbarungen der Koalitionsfraktionen.
Stand: 17.12.2019

Gesetzesänderung zu den Sachbezugskarten ab 01.01.2020

Ursprünglich strebte das Bundesfinanzministerium an, Sachbezugszahlungen auf Prepaidkarten die Steuervergünstigung zu versagen. Diese Änderung wurde abgewendet. Mit der nun gefundenen Lösung bleiben Prepaidkarten auch künftig eine gute Möglichkeit, Sachbezüge an Mitarbeiter zu bezahlen.
Allerdings ergeben sich für Sachbezugszahlungen ab 01.01.2020 Einschränkungen bei der Verwendung. So ist die universelle Nutzung unserer Sachbezugskarten bei über 33 Mio. Händlern weltweit künftig nicht mehr möglich. Sachbezugskarten müssen künftig Karten gemäß §2 Abs.1 Nr.10 ZAG sein, um steuer- und abgabenfrei aufgeladen werden zu können.
Damit unsere Sachbezugskarten den gesetzlichen Anforderungen entsprechen, müssen wir das „Waren- oder Dienstleistungsspektrum“ bei dem unsere Karten verwendet werden können, begrenzen. Ein Austausch bereits ausgegebener Karten ist dazu nicht erforderlich.
Unser Ziel ist, den Karteninhabern auch in Zukunft so viel Auswahl bei den Zahlungsmöglichkeiten zu bieten, wie möglich. Ab Januar 2020 beschränken wir die Sachbezugskarten auf folgende Händler-Gruppen:
Wie bisher kann nur bei Händlern mit dem Mastercard-Zeichen bezahlt werden.
Die Modifikation unserer Sachbezugskarten erfüllt die Voraussetzungen des Einkommensteuer-Gesetzes und des ZAG. Aber eine Genehmigung der Finanzbehörden steht noch aus. Es kann sein, dass wir nach Abstimmung mit der Finanzverwaltung die Beschränkungen noch ändern müssen.
Darüber werden wir Sie dann rechtzeitig informieren.